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Tourismus als Hoffnung

URS WÄLTERLIN (Text) und DON FUCHS (Bilder)

Ob Kimberley oder Pilbara: der Norden von Westaustralien ist so reich an Aboriginal-Kultur wie kaum ein anderer Ort auf dem Fünften Kontinent. Neville Poelina hat es sich zur Aufgabe gemacht, Besuchern aus aller Welt die Einzigartigkeit der Geschichte seines Volkes zu erklären. Sein ansteckender Enthusiasmus hat einen ernsten Hintergrund: „Tourismus ist nicht die letzte Hoffnung für unsere Kultur, aber eine starke.“

 „Jetzt gehen wir in den Supermarkt”, sagt Neville Poelina. Seine Gäste wundern sich und stöhnen. Es ist neun Uhr früh, und das Thermometer

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Zielsicher: Neville Poelina plaziert sein Wurfnetz über einem Schwarm kleiner Fische.

steht bei 38 Grad. Die schwitzenden Touristen könnten sich nirgendwo weiter weg fühlen von der klimakontrollierten Neonlicht-Ambiance eines modernen Einkaufszentrums

 

 

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Die undichte Arche

Kangaroo Island vor der Südküste Südaustraliens ist Schauplatz eines Experiments: die Insel wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts als Refugium für seltene und gefährdete australische Tierarten benutzt – mit  unterschiedlichen Ergebnissen.

 

DON FUCHS (TEXT & BILDER)

Gegen zehn Uhr morgens dreht der Wind von Südost nach Nord. Das Thermometer beginnt zu steigen. Heiße, trockene Luft aus dem wüstenhaften

Inneren Australiens fegt über Kangaroo Island, schüttelt die Eukalypten. Der Himmel leuchtet azurfarben und ist verziert mit zarten Federwolken. Über dem dichten Waldpelz
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Ein weiter Graben

Zwei Jahre nach dem historischen „Sorry“ an die Aborigines hat sich die Situation für viele australische Ureinwohner wenig geändert.

URS WÄLTERLIN

Der Schock und die Wut waren Irene Khan ins Gesicht geschrieben. In einem Land mit einem so hohen Entwicklungsstandard wie Australien, meinte die Generalsekretärin von Amnesty International im November 2009, sei „solche Armut nicht entschuldbar, unerwartet und unakzeptabel“. In der zentralaustralischen Wüste
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Hoffnungslosigkeit: Trotz aller Versuche bleibt der Graben zwischen schwarzen und weißen Australiern nahezu unüberwindbar.
hatte sie gesehen, was sie sonst nur aus Entwicklungsländern kennt: unterernährte, ausgemergelte Kinder, Krankheiten, Leid, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit. Dritte Welt Down Under. „Auf einem derart privilegierten Kontinent
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